Schwere Wolken
hingen über den Bergen, als wir, vom Regen begleitet, am
Mittwochmorgen auf dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger eintrafen.
Landstallmeisterin Conny Back erwartete uns bereits, um mit Sissi
und Thomas die Strecke abzufahren. Bis die drei pünktlich um 11 Uhr
zum traditionellen Weißwurstfrühstück zurückkehrten, hatte sich der
Regen aber vollständig verzogen und man konnte die Sonne hinter den
lichter werdenden Wolken erahnen.
Im Herzen des
Gestüts, unter den Linden begrüßten die Jagdherrin Annette Wyrwoll,
Conny Back und Master Toni die Jagdgesellschaft, die trotz dem
unterwöchigen Termin in großer Zahl erschienen war. Auch für dieses
Highlight in der Saison waren die Gäste weit gereist, um dabei sein
zu können, aus ganz Bayern, dem Norden Deutschlands, Österreich und
Ungarn.
Nachdem Pater
Tassilo Reiter, Pferde und Hunde gesegnet hatte und ein Bügeltrunk
gereicht wurde, ging es hinaus in das herrliche Gelände rund um das
Gestüt.
Eine riesige
Hangwiese stand für das Warming up zur Verfügung, bevor die Hunde
auf die erste von fünf Schleppen geschickt wurden. Wie schon auf der
Herreninsel ließ der nasse Boden und die kühlen Temperaturen die
Hunde auf Hochtouren laufen, geschlossen, mit ihrem atemberaubenden
Geläut arbeiteten sie die langen Schleppen perfekt aus.
Das Team des
Gestüts hatte eine sportliche Strecke mit knapp 30 massiven, aber
einladenden und abwechslungsreichen Hindernissen aufgebaut, das
hügelige Gelände tat sein Übriges dazu. Wer sich die Sprünge nicht
zutraute, konnte sich dem geführten Nichtspringerfeld anschließen.
Aber auch im nichtspringenden Feld gab es die Möglichkeit, den ein
oder anderen niedrigeren Baumstamm anzureiten.
Für die
Zuschauer gab es bei dieser Jagd viel zu sehen, die Kolonne wurde an
exponierte Plätze geführt, von wo der Jagdverlauf bestens verfolgt
werden konnte. Passionierte Hunde, glückliche Reiter, motivierte
Pferde, die wunderbare Bergkulisse, geschmückt mit bunten Blättern
und das ganze begleitet von den Murnau-Werdenfelser Jadhornbläsern,
deren Klänge sich mit dem Geläut der Meute abwechselte. Ein
Hochgenuss für die Augen, die Ohren und das Herz!
Die Jagd verging
wie im Flug und so ging es nach einer grandiosen Halali-Schleppe im
Schritt zurück zum Gestüt, wo das Feuer loderte, der wohlverdiente
Pansen auf die Hunde wartete und in der Küche des Tanzhauses bereits
der Hirschbraten für das gemeinsame Jagdessen zubereitet wurde.
Bevor der Braten
serviert und der gesellige Teil eingeläutet wurde, dankte Toni im
Namen des SvB der Landstallmeisterin für das Ermöglichen dieser
einmaligen Jagd und Annette für ihr langjähriges Engagement als
Jagdherrin. Annette hatte diese Jagd in den letzten Jahren im
Gedenken an ihren verstorbenen Mann Ralph Kuhlmann ausgerichtet und
übergab nun die Jagdherrschaft an Hauke Schmidt und Frank Hölscher.
Hauke Schmidt hatte es sich nicht nehmen lassen und am Morgen
dreieinhalb Stunden Anreise auf sich genommen, um begeistert den
Jagdverlauf verfolgen und so einen Vorgeschmack auf das nächste Jahr
bekommen zu können - Vorfreude ist schließlich die schönste Freude!
KH
Herrliche Bilder
zur Jagd findet man auf Hubert Fischer's Seite
Herbstjagd Schwaiganger 14.10.2026 | hf-fotografie
Und hier erste
Bilder dazu














































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